Kandidatenvorstellung der DCB in Hardheim am 26. April 2019.

Die DCB, Demokratische Christliche Bürger, hatte die Bevölkerung von Hardheim und Umgebung zu einem offenen Gespräch in den Gasthof Ochsen nach Hardheim eingeladen. Anlass war die bevorstehende Kreistagswahl am 26.05.2019 zu der die DCB erstmals antritt. Nach einer Begrüßung aller Anwesenden ging der Vorsitzende kurz auf die Situation im Neckar-Odenwald-Kreis, insbesondere im nördlichen Teil unseres Kreises, ein. Er schilderte dabei sehr anschaulich einige Schwerpunkte der Schwächen aber auch Stärken unserer Region. Diese betreffen teilweise den gesamten Landkreis, unterscheiden sich aber auch von denen des Gesamtkreises. Es gelte sowohl die Schwächen offen zu benennen und die Stärken genauso akzentuiert darzustellen. Ein solches Angehen der anstehenden Aufgaben erscheint der Erfolg versprechendste Weg. In diesem Zusammenhang thematisierte er sowohl den Altersdurchschnitt der Bevölkerung, die Abwanderungstendenzen der Jungen in die Ballungszentren, die vorhandene Infrastruktur und die geographische, politische Randlange. Dem gegenüber stehe unsere immer noch intakte und wunderschöne Natur mit ihren Freizeitmöglichkeiten, die relativ günstigen Baulandpreise und Mieten sowie eine gute mittelständische Struktur mit niedrigen Arbeitslosenzahlen. Dies waren dann auch im Anschluss die Themen, ergänzt durch Bürgeranliegen, die sehr eingehend diskutiert wurden. So sei aus Sicht der Bürger aus Hardheim und Umgebung der Bestand des Krankenhauses von elementarer Bedeutung und unverzichtbar für die medizinische Versorgung der Bevölkerung zwischen Tauberbischofsheim, Miltenberg und Buchen. Vollkommen unverständlich sei daher der Umstand, dass die Bürger durch die Kreisumlage an der Finanzierung der Kreiskrankenhäuser beteiligt werden, andererseits die Finanzierung des Hardheimer Krankenhauses allein von den Gemeinden des Krankenhausverbandes sowie durch Spenden der Bevölkerung aufzubringen sei. Dies empfinde man als Behandlung der Menschen dieses Raumes als zweiter Klasse und fordere deshalb eine finanzielle Gleichbehandlung.
Ein weiterer Diskussionsschwerpunkt war die landwirtschaftliche Situation und hier insbesondere die Kritik an der als exzessiv empfundenen Ausweisung von FFH-Flächen.. Die Landwirte fühlten sich in zweifacher Weise bei Geländeumwandlung in Bau- oder Industriegebiete belastet. Einmal verlören sie Ackerland und darüber hinaus zusätzlich nochmals Gelände, das als Ausgleichsflächen zur Verfügung gestellt werden müsse.
Schließlich kam noch die Forderung und Anregung die noch vorhandene Vereinsstruktur in ihren verschiedensten Ausprägungen zu unterstützen, da dies als weiterer Angelpunkt gesehen würde, die jungen Menschen nicht nur in die Gesellschaft einzubinden, sondern auch für unsere Städte und Dörfer zu erhalten und einem Ausbluten unseres Raumes entgegen zu wirken.
Diesen Themenkreisen schlossen sich zahlreiche weitere Anregungen an, die von den Kandidaten der DCB gerne als Ansatzpunkte für ein Engagement für die Bürgerinnen und Bürger aufgenommen wurden. Schließlich dankte der Vorsitzende allen für den ausgesprochen diskussionsfreudigen und offenen Dialog des Abends.